Über mich

Der Maler und Bildhauer Jonny Lucius (* 7. April 1930 in Buer bei Gelsenkirchen) schuf nach einer Ausschreibung der Stadt Celle das in der dortigen Triftanlage errichtete Mahnmal für die Opfer des Massakers von Celle. Lucius studierte etwa 1950 bis 1963 angewandte Malerei an der damaligen Werkkunstschule Krefeld und lebt heute in Heimersheim. Sein Atelier hatte er zunächst im Schloss Ahrenthal; später wechselte er nach Koisdorf.

Im Alter von 15 Jahren begann Jonny Lucius eine Glasmalerlehre. Vier Jahre später nahm er an der Werkkunstschule Krefeld (Hochschule für Design) ein Design-Studium mit den Schwerpunkten Glasmalerei, Mosaik, Wandbild und Wandgestaltung auf. Nachdem er das Studium abgeschlossen hatte, führte er Aufträge für profane wie auch sakrale Bauten aus. Im Jahr 1961 wurde Lucius mit dem „Großen Kunstpreis der Stadt Gelsenkirchen“ ausgezeichnet. 1979 erhielt er den „Edelsteinpreis der Stadt Idar-Oberstein“. Anfang der 1990er Jahre nahm er am bundesweit ausgeschriebenen Wettbewerb zur Gestaltung des Kriegsopfer-Denkmals Celle teilt – und siegte. 1991 erhielt er für dieses Projekt den 1. Preis in der Kategorie „Ausführung“.

Bereits in  frühen Jahren widmete Lucius seine künstlerische Aufmerksamkeit der Fotografie. Mit Schwarzweiß-Fotos sammelte er in der Natur die ersten Eindrücke und bemerkte die einzigartige künstlerische Note der Schöpfung. Diese Faszination begleitet Lucius bis heute. Er hat in vielen tausenden analogen Fotos die Kunst der Schöpfung festgehalten und dabei immer mehr seinen Blick auf lebende, wie versteinerte Bäume gerichtet. In seinem heutigen Atelier steht eine kleine Auswahl seiner Fotografien zur Ansicht. Hierbei ist es Jonny Lucius sehr wichtig, den wahren Schöpfer hervorzuheben, der in seiner Schöpfung auch einzigartige, vollkommene Kunstwerke erschuf. Jonny ist hierbei nur der Akteur, das Werkzeug „am Rande“, der die technische Umsetzung mit seiner Kamera und seinem geschulten Blick für das „Einzigartige“ fokussiert. Fragen nach dem „Wie“ beantwortet Lucius mit der Allmacht des Konstrukteurs, über den in seinem Wort gesagt wird: „… du … hast im Anfang die Grundlagen der Erden gelegt,“ … und; „Die Erde ist voll deiner Erzeugnisse!“. Versteinertes Holz, das über Jahrmillionen, durch Kieselsäure ersetzt, Bilder von Mensch, Tier und Natur darstellt, wie wir sie heute sehen, kann nur der Genialität des allmächtigen Schöpfers zugesprochen werden.

Marc Bauer